Unterstützung von einzelnen Jugendlichen
Der Verein Hilfe für Afrika hat seit seinem Bestehen einzelne Jugendliche beraten und in einigen Fällen deren Schul- und Berufsausbildung finanziert.
Die Individuelle Hilfe
Hilfe für Afrika hat seit 1999 einzelne Jugendliche in ihrer Hauptschul- Gymnasial- oder Berufsschulausbildung finanziert. Dabei handelt es sich um Jugendliche, ehemalige Straßenkinder, die von den Straßenkinderprojekten nicht aufgefangen wurden. Mit den gemeinsamen Spenden (Weiße Väter) aus Holland und den Spenden aus Deutschland (Hilfe für Afrka, e.V.) wurden folgende Bereiche finanziert: Schulgeld, Zimmermiete, Ernährung, Busgeld, Kleidung, Schulmaterial.

Father Jan van der Pas, seine tansanische Mitarbeiterin Mrs. Tedi, Jugendliche, Weihnachten 2007
Zusammenarbeit mit den Afrikamissionaren Weiße Väter (Holland und Tansania)
Wir arbeiten bei der Versorgung der Jugendlichen mit einem der Weißen Väter von den Afrikamissionaren Weiße Väter in Dar-Es-Salaam zusammen: Bis Januar 2005 arbeiteten wir mit dem ehemaligen Vorsitzenden des Dogodogo Centre Projekts, Father Jan van der Geest, der im Januar 2005 nach langer Krankheit verstorben ist. Vom Januar bis Dezember 2005 war unser Kontakt Father Piet Buijsrogge (zu dieser Zeit Direktor von Child in the Sun), der nun wieder in Holland lebt.
Seit Januar 2006 ist unser Kontakt Father Piet van der Pas.
Wir trauern um Fr. Jan van der Geest, der am 9. Januar 2005, nach langer Krankheit von uns gegangen ist. Als Missionar der Afrikamissionare Weiße Väter lebte und arbeitete er fast vierzig Jahre in verschiedenen Orten in Tansania. In Dar-Es-Salaam, wo er die letzten Jahre in Tansania lebte, war er bald allen Straßenkindern als der „Father“ bekannt, der immer für sie da war, wenn sie Hilfe brauchten. Er arbeitete eng mit dem Dogodogo Straßenkinder Projekt zusammen und als der damalige Vorsitzende des Projekts, Bernhard Staub, aus beruflichen Gründen nach Bosnien ging (1997), wurde Jan van der Geest vom Projekt gebeten, als Mitglied im Vorstand und später als neuer Vorsitzender des Projekts mitzuarbeiten. Im Jahre 2000 mußte Jan van der Geest aus gesundheitlichen Gründen in seine Heimat Holland zurückkehren. Von hier aus unterstützte er weiterhin das Dogodogo Centre und sammelte Spenden für die Ausbildung einzelner Jugendlicher, die von den Projekten nicht mehr unterstützt werden konnten.
Nach seinem Tod, unterstützen bis heute seine Freunde, Familie und die Weißen Väter zusammen mit Hilfe für Afrika e.V. weiterhin diese Jugendlichen.
Informationen über die Jugendlichen
In 2007 haben wir – zusammen mit Spenden aus Holland – die Ausbildung von acht Jugendlichen, die von den anderen Straßenkinderprojekten nicht aufgefangen wurden, finanziert. Jeder Jugendliche ist in einem Zimmer untergebracht. Die Zimmermiete beträgt im Durchschnitt 120,000 Tsh im Jahr (ca. 120 Euro). Je nachdem, welche Ausbildung sie erhalten, kostet diese zwischen 150,000 Tsh bis 350,000 Tsh im Jahr (150 bis 350 Euro). Jeder Jugendliche erhält monatlich 60,000 Tsh (60 Euro) für Ernährung und sonstige anfallende Kosten. Hinzu kommen jedoch Finanzierung von unvorhergesehenen Ereignissen, wie z.B. Anwaltskosten – und Wiedereingliederungshilfe für einen der ehemaligen jugendlichen, der in 2006 vier Monate im Gefängnis war.
Die Jugendlichen sind:
1.) J.A.: Nach der Sekundarstufe besuchte er das St. Gaspar’s Vocational Centre, Mtongani, wo er einen Kurs in Elektrotechnik absolvierte. Anschließend hatte er einige Anstellungen in Bagamoyo, hat aber keine Festanstellung finden können. Im Moment lebt er in Arusha und absolviert eine zweijährige Computer-Ausbildung. Er ist noch unsicher, was seine Zukunftspläne anbelangt, er ist jedoch stolz auf seine Errungenschaften und die Etappen, die er bisher erreicht hat.
2.) S. J.: Er besuchte die Sekundarstufe, beendete 2007 die zwölfte Klasse (Form VI) und besuchte im Anschluss das Centre for International Languages, um sein Englisch zu verbessern. Anschliessend besuchte er einen Kurs im Rahmen des Advanced Diploma Engineering Watch in Dar es Salaam. Er hat angefangen Geld zu verdienen und ist daher nicht mehr länger auf unsere Unterstützung angewiesen. Er schreibt dazu:
„I would like to say thanks to you and other donors who donated and enabled me to succeed my studies from primary school up to the college. (…)Now I have the education and anytime I can work.
3.) R. E. und 4.) D. (Rs kleiner Bruder): R. hat 2006 einen dreijährigen Kurs am College of Business Education beendet und hat im Anschluss daran ein kleines Unternehmen gestartet, in dem er als Vertreter einer amerikanischen Firma Gesundheitsprodukte verkauft. Er kann möglicherweise bald die Unterstützung für seinen Bruder D. übernehmen.
5.) R. W.: Im März 2006 begann er den A-Level (Form VI) und wird seinen Abschluss am 02/02/2008 machen. Er hofft darauf, anschließend das Wildflife College zu besuchen oder zumindest das Game Scout Training zu absolvieren. R. W. schreibt selbst über seine Zukunftspläne:
„My future expectation is to join Wildlife College, because I like working on wildlife conservation. I hope that if God wishes I will get that chance (…).”
AKTUELLER S PENDENAUFRUF
6.) N. J.: Er beendete 2007 einen Kurs bei VETA (Vocational Training Authority of Tanzania) als Automechaniker. Nach erfolgreicher Prüfung, haben wir ihm geholfen, eine kleine Werkstatt mit Basisausrüstung aufzubauen. Er verdient sich auf diese Weise einen guten Lohn. Seit Anfang 2008 haben wir die Unterstützung für ihn eingestellt.
7.) T. A.: Er beendet im Februar 2008 die Sekundarstufe. Er weiss noch nicht genau, was er im Anschluss tun möchte. Er hat allerdings schon geäußert, dass er Arzt werden wolle, was natürlich ein sehr hohes Ziel ist. Piet van der Pas wird sich mit ihm zusammen setzen und über Ts Zukunft beraten:
„All in all; I am expecting to sit for Advanced National Exam on the mid February, the exam that will determine what to pursue further, but if possible I wouldlike to do a degree in doctor, if the results come out positively. But if not, I would like to do a course in business administration.”
8.) Ein Junge, der von uns in seiner Oberschulausbildung unterstützt wurde, hatte, nach dem er gearbeitet hatte, im letzten Jahr große Probleme bekommen. Er benötigte dringende finanzielle und juristische Unterstützung und persönliche beratende Hilfe. Unser Dank geht an Fr. Piet van der Pas, Father Vic und die anderen Jungen der Gruppe, die ihm in dieser Zeit zur Seite gestanden haben.
Er ist inzwischen vollständig rehabilitiert und versucht in die Normalität zurück zu finden. So arbeitet er inzwischen wieder und finanziert sich sein Leben.
Sollten keine Notsituationen für unsere Ehemaligen entstehen, werden wir – mit ihrer Hilfe – im Jahre 2008 nur noch vier Jungen finanziell unterstützen: R.W., T.A., J.A. und D.I.
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